Welcher Lochdurchmesser und welches Sperrholz?
- Melanie

- 12. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Wer mit Garn und Holz kreative Wohnaccessoires wie Körbe anfertigen möchte, steht früher oder später vor der Frage: Welche Garnstärke passt zu welcher Lochgröße im Holzboden? Damit Dein Projekt gelingt und Du nicht mittendrin improvisieren musst, geben ich Dir einen Überblick – mit Fokus auf die beliebten Bobbiny-Garne und wichtige Hinweise zur Auswahl des richtigen Holzes.
Bobbiny Premium 5 mm – Lochdurchmesser: 1 cm
Für das Bobbiny Premium 5 mm-Garn empfiehlt sich ein Lochdurchmesser von 1 cm. Warum? Weil Du beim Start deiner Arbeit in der Regel mit einer Kettmaschenreihe beginnst. Mit Zunahmen solltest Du mindestens dreimal in jedes Loch einstechen können – für die Kettmasche selbst und eventuell eine oder zwei weitere Maschen. Ein zu kleines Loch würde das Garn quetschen, die Arbeit unnötig erschweren und das Holz beschädigen.
Bobbiny Jumbo 9 mm – Lochdurchmesser: 1,4 cm
Für das Jumbo-Garn mit 9 mm Stärke sollten die Löcher im Holz einen Durchmesser von mindestens 1,4 cm haben. Auch dabei gilt: Du musst mit dem dicken Garn mehrfach durch ein Loch – für die Anfangsreihe sowie weitere Maschen. Je enger das Loch, desto schwieriger ist das Einstechen, besonders bei robustem Garn wie dem Bobbiny Jumbo. Achte besonders auf saubere Bohrungen, um Faserrisse zu vermeiden.
Das richtige Holz: Stabilität geht vor!
Nicht nur die Lochgröße zählt, auch das Material selbst spielt eine entscheidende Rolle. Ideal sind feste, stabile Sperrhölzer, zum Beispiel aus Buche. Dieses Holz zählt zu den harten Sorten, ist widerstandsfähig, formstabil und behält seine helle Farbe – perfekt also für langlebige DIY-Projekte. Buche eignet sich gut zum ölen etwa mit Arbeitsplattenöl, Leinöl oder Hartwachsöl.
Finger weg von Pappel, Linde oder Birke: Diese Hölzer sind zu weich, sodass die Löcher schnell ausfransen oder ausbrechen können. Außerdem neigen sie zu starken Farbveränderungen – statt freundlichem Naturlook bleibt dann nur ein unschön gelber Untergrund. Auch zum ölen ungeeignet.
Holzstärke: 5 mm ist optimal
Auch bei der Holzstärke solltest du nicht sparen:
3 mm: zu dünn, kann beim Häkeln leicht reißen oder splittern.
4 mm: geht zur Not, ist aber grenzwertig.
5 mm: optimal – stabil, langlebig und angenehm zu bearbeiten.
Achte auf den richtigen Lochabstand!
Neben Durchmesser und Material ist auch der Abstand zwischen den Löchern entscheidend. Zu große Abstände bedeuten, dass du beim Arbeiten viele zusätzliche Maschen zunehmen musst, um die Zwischenräume auszugleichen. Das macht die Arbeit ungenau und schwer kalkulierbar. Ein gleichmäßiger Lochabstand erleichtert Dir das Häkeln und sorgt für ein sauberes, gleichmäßiges Maschenbild.
Für das 5mm-Garn verwende ich Nadelstärke 6 und für das 9mm-Garn Nadelstärke 10.



